Systemische Strukturaufstellungen in der Psychotherapie

Systemische Strukturaufstellungen sind ein bewährtes, effektives und nachhaltiges Verfahren, das in  der Psychotherapie sehr wirkungsvoll eingesetzt werden kann.

Das Verfahren gehört zu den Kurzzeittherapieformen.

Im Rahmen eines therapeutischen Prozesses wird nach Diagnosestellung in der Regel eine Lösungsfokussierte Gesprächssitzung stattfinden, die für sich steht, aber auch die Systemische Strukturaufstellung vorbereitet.
Die Systemische Strukturaufstellung kann in einer Gruppe oder im Einzelsetting stattfinden.
Nach der Strukturaufstellung gibt es mindestens ein Nachgespräch, das ebenfalls lösungsfokussiert gehalten ist.

Je nach Fall kann die Therapie nach einer solchen Sequenz abgeschlossen sein oder mehrere Sequenzen beinhalten. Manchmal sind auch mehrere Gesprächssitzungen nach einer Strukturaufstellung anzusetzen.

Die Systemischen Strukturaufstellungen (SySt®) wurden vom Syst-Institut München (Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd) entwickelt. Das SySt-Institut ist von der PTK-Bayern akkreditiert.
SySt gehört zu den Verfahren der Systemischen Psychotherapie.

Abrechnung

Psychotherapeutische Sitzungen nach dem Heilpraktiker-Gesetz können in Ausnahmefällen über die gesetzlichen Krankenkassen im Kostenerstattungsverfahren abgerechnet werden. Von einigen privaten Krankenkassen und privaten Zusatzversicherungen werden die Behandlungskosten übernommen.

"Honorare für psychotherapeutische Behandlungen können als sog. "Sonderausgaben" in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Nach einem Entscheid des Finanzgerichts Münster (Az: 3 K 2845/02 E) sind psychotherapeutische Behandlungskosten auch dann als "außergewöhnliche Belastungen" anzuerkennen, wenn sie von Privattherapeuten in Rechnung gestellt werden."

Quelle: Freie Psychotherapie 3/08