Was bewirken Aufstellungen?

Strukturaufstellungen sind inzwischen ein äußerst bewährtes Mittel zur Lösung von Problemen und zur Veränderung schwieriger Situationen in Privatleben oder Beruf.

Strukturaufstellung Das erste gestellte Bild, auch Ursprungsbild genannt, zeigt meist eine Fülle von neuen, bisher nicht gekannten oder nicht so gesehenen Einblicke in die momentane Lage. Die Stellvertreter sind in ihren Äußerungen nicht nur lebendsecht, sondern sprechen auch häufig unverblümt und direkt das aus, was bisher unterschwellig blieb.

So wird explizit, was bisher implizit und daher unverstanden sich auswirkte. Schon diese Einsicht allein führt häufig zu neuen Handlungsmöglichkeiten, da der Klient jetzt "im Bild" ist über seine Situation.

Die Umstellungen und Interaktionsprozesse im zweiten Teil zeigen Möglichkeiten und Entwicklungswege, die im System selbst liegen. Es sind also nicht von außen kommende Veränderungen oder Handlungen anderer, die nötig wären, sondern der Klient selbst verfügt über diese Ressourcen und Handlungsfähigkeiten, konnte bisher nur nicht über sie verfügen und sie nicht einsetzen.

Es ist über Aufstellung auch möglich, festgefahrene Muster, Projektionen oder Sichtweisen umzuwandeln, und zwar, indem die Form, in der erlebt und aus der gehandelt wird, sich ändert. Durch Prozesse, die viel mit Liebe zu tun haben, wie Achtung, Verzeihung, Dank, Anerkennung und Würdigung, kann sich die grundlegende Art, wie wir zu uns wichtigen Personen stehen, sehr umfassend ändern.

Während in der Aufstellung eine neue Form dafür gefunden wird, ist es dann die schöne Aufgabe des Klienten, dafür auch eine Struktur im eigenen Leben zu finden. Hier wird der Klient in Strukturaufstellungen nicht bevormundet, sondern soweit er möchte, beraten, welche ganz konkreten Umsetzungsschritte nun an der Zeit sind.

Aufstellungen sind keine Therapie und können eine Therapie auch nicht ersetzen. Es kann allerdings sinnvoll sein, im Rahmen einer Therapie eine Aufstellung zu machen. Das sollte dann unbedingt mit Einverständnis des Therapeuten geschehen.